Auf unserer Website werden Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung verwendet. Diese helfen uns dabei die Benutzererfahrung zu optimieren. Sie können jederzeit dem Einsatz von Cookies auf dieser Website in unserer Datenschutzerklärung widersprechen.

Architekten als Gastgeber

Im Dialog mit Katia und Gerold Schneider

Dauer: 13:30 – 18:00 Uhr
Gruppengröße: 20 Personen
Sprachen: Deutsch | Englisch
Rubrik: Dialog
Ort|Location: Allmeinde Commongrounds Lech
Beförderungsmittel: zu Fuß

 

Programmablauf:

  • 13:30 Uhr
    Beim Glaszelt vor dem Hotel Arlberg werden wir von Katia und Gerold Schneider in Empfang genommen.
  • 14:00 – 17:30 Uhr
    Die beiden Architekten Katia und Gerold Schneider zeigen, wie sich ein alter Stall aus den 1950er Jahren, in einen wunderbaren Kulturraum verwandeln lässt.
  • 18:00 Uhr
    Rückkehr zurück zum Ausgangspunkt. Von dort aus erreichen wir in Gehdistanz die Hotels.

 

Schwerpunkt der Begegnung:

Wie sich ein alter Stall aus den 1950er -Jahren in einen wunderbaren Kulturraum verwandeln lässt, zeigen Katia und Gerold Schneider mit ihrem Projekt Allmeinde Commongrounds. Die beiden Architekten sind zugleich Gastgeber des Luxushotels Almhof Schneider, das sie in vierter Generation führen. Wenn wir die Allmeinde in Lech betreten, spüren wir sogleich die kontemplative Ruhe und die inspirierende Energie des großen, hellen Holzraums mit offener Dachstruktur und Blick auf die Berge. Mit den Schneiders geht uns der Gesprächsstoff nicht aus, so vielfältig sind ihre Interessen und Engagements. Die offene Konzeption des Gebäudes ermöglicht eine vielfältige Nutzung für Ausstellungen, Konzerte und Tagungen. Kaum zu glauben, dass die beiden Querdenker hier zweitweise sogar selbst wohnen. Ein spannender Ort, nicht nur für Kreative und Kulturfreunde.

 

Hintergrundinfo:

„allmeinde commongrounds“ nennen Katia und Gerold Schneider ihren vor 16 Jahren zu einer kleinen Kulturinstitution umgebauten Stall in der Parzelle Tannberg. Der Name ist Programm, in mehrfacher Hinsicht. Das Konzept nimmt unter anderem Bezug auf die Schrift „Vom Recht auf Gemeinheit“ des Sozialphilosophen Ivan Illich: „Ursprünglich bedeutete ‚mei’ ‚was mehreren abwechselnd zukommt’, so wie heute noch die Alm, die Allme(i)nde. Es bedeutet den Anspruch einer Gemeinde oder Gemeinschaft auf die ihr eigene Art der Umweltnutzung.“

Der „geteilte Raum“ ist hier sowohl ein physischer Ort, den Katia und Gerold Schneider mit anderen teilen wollen, als auch ein (Kultur-)Raum, den es gemeinsam zu erforschen und zu gestalten gilt. Die Idee des Gemeinschaftlichen ist somit auch auf das immaterielle, geteilte Wissen ausgerichtet, im Sinne einer „Wissensallme(i)nde“.

Holz, Lehm, Filz, rustikale und feine Elemente prägen das offene Haus, in dem wir empfangen werden. Nach dem Umbau des Heustocks im Jahre 2000 kamen 2006 Bibliothek, Büro, Küche und Gästezimmer im Erdgeschoss dazu. Die eigenwillige Mischung aus Avantgarde und Tradition hat Katia und Gerold Schneider international viel Anerkennung für ihre Architektur gebracht, auch wenn die Institution selbst in Lech noch als exotisch wahrgenommen wird. Vielleicht nimmt man den Hoteliers eines Luxushotels nicht ab, dass sie glaubwürdig etwas für das Gemeinwohl tun wollen. Intern jedenfalls hat die Allmeinde den Spitznamen „das Paradies“.

Gerold Schneider ist der jüngste Sohn der alteingesessenen Hoteliersfamilie des Hotels Almhof Schneider. Er studierte in Wien Philosophie, Kunst- und Architekturtheorie. Seine Frau Katia Schneider ist in Beirut, Wien und Rom aufgewachsen. In den 1970er Jahren war sie die Hauptdarstellerin in der Fernsehserie „Heidi“. Nach dem Schulabschluss in Rom studierte sie Architektur in Wien und Paris. Seit 1995 betreiben die beiden auch das gemeinsame Architekturbüro „Allmeinde Architektur“.

Der Almhof Schneider, den sie heute im Hauptberuf führen, war über Jahrhunderte das Walser Bauernhaus der Familie. Über zwei Generationen hat es sich zum *****Superior Hotel gewandelt. Aber auch der Almhof ist trotz seines luxuriösen Ambientes geprägt von der schlichten, materialgerechten Formensprache der alpinen Architektur und der warmen Herzlichkeit eines unternehmergeführten Hauses.