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Der dritte Mann am Arlberg

Reise durch die Unterwelt von Oberlech mit Friedl Lucian

Dauer: 13:30 – 18:00 Uhr
Gruppengröße: 20 Personen
Sprachen: Deutsch | Englisch
Rubrik: Spaziergang | Dialog
Ort|Location: Oberlech als Schauplatz
Beförderungsmittel: Bergbahn

 

Programmablauf:

  • 13:30 Uhr
    Beim Glaszelt vor dem Hotel Arlberg werden wir von Gerhard Lucian in Empfang genommen.
  • 14:00 – 17:30 Uhr
    Wir erfahren mehr über das Tunnelsystem im autofreien Oberlech, welches in seiner Bauart einzigartig und in keinem anderen Tourismusort Europas zu finden ist.
  • 18:00 Uhr
    Rückkehr zurück zum Ausgangspunk. Von dort aus erreichen wir in Gehdistanz die Hotels.

 

Schwerpunkt der Begegnung:

Das Tunnelsystem im autofreien Oberlech ist in seiner Bauart einzigartig und in keinem anderen Tourismusort Europas zu finden. Pro Woche werden 800 Container voll mit Waren und Gepäckstücken mittels Elektrocars zu den Hotels transportiert. Vater der Idee ist Fridolin Lucian, der dafür anfangs als Spinner abgestempelt wurde. Nach 12 Jahren Verhandlung entschlossen sich die Oberlecher 1995, die Vision umzusetzen. Sie investierten 9 Millionen Euro, um die Ver- und Entsorgung unterirdisch abzuwickeln. Wir steigen hinab in die Unterwelt von Oberlech und diskutieren mit dem Pionier, wie verrückte Innovationen zustande kommen können. Das Tunnelsystem ist wohl das außergewöhnlichste Projekt, das die innovative Familie Lucian ins Rollen gebracht hat.

 

Hintergrundinfo:

Bei der Talstation der Bergbahn Oberlech werden Koffer und Warenlieferungen in Rollcontainer verladen und mit der Seilbahn bis zur Bergstation transportiert. Von dort geht’s unterirdisch weiter zu den Hotels. Gemeinsam mit Gerhard Lucian erkunden wir diese Wege der Logistik von Oberlech.

Das Tunnelsystem brauchte sehr viel Vorarbeit. 1982 hatte Fridolin Lucian schon erste Pläne im Kopf, aber es dauerte fünfzehn Jahre, um alle zu überzeugen. Sein Sohn Gerhard unterstützte ihn dabei. Oberlech ist seit 1997 im Winter autofrei und dadurch zur bestgebuchten Parzelle des Tourismusortes geworden. 1 000 Betten sind an das Tunnelsystem angeschlossen.

Nicht nur dieses Logistikprojekt zeigt, wie Ökonomie und Ökologie zusammenpassen können. Ein schonender und sinnvoller Umgang mit den vorhandenen Ressourcen war und ist für die Lucians oberstes Gebot. So resultiert das Biomasse-Heizwerk zur Energieversorgung von Lech aus den Erfahrungen der Familie Lucian, die für das Burg Hotel und das Burg Vital Resort die erste Biomasse-Verbrennungsanlage installierte.

Während wir durch die unterirdischen Gänge wandern, erfahren wir auch mehr über die erfolgreiche Hotelgeschichte der Lucians. Diese begann 1961, als Fridolin Lucian mit seiner Frau Helga im familieneigenen Stall in Oberlech ein kleines Restaurant mit Terrasse eröffnete. Daraus ist das bekannte Burghotel hervorgegangen, das heute in zweiter und dritter Generation von Gerhard Lucian, seiner Frau Elisabeth und den Kindern Christian und Marlene geführt wird. Gerhard Lucian ist außerdem Senner auf der hoteleigenen Kriegeralpe.

Wenn wir wieder aus der Unterwelt auftauchen und auf der Burgterrasse in die Sonne blinzeln, erzählt uns der Hotelier sicher von weiteren Visionen, mit denen Lech noch attraktiver werden könnte.